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Gerhard’s Geburtstag:Richter anlässlich seines 90. Geburtstages kuratierte Ausstellung seines Schaffens in Dresden

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Deutschlands berühmtester lebender Künstler wird am 9. Februar 90 Jahre alt und zeigt zu diesem Anlass eine Ausstellung in seiner Geburtsstadt Dresden. Die Ausstellung konzentriert sich auf Porträts, Glas und abstrakte Arbeiten von Gerhard Richter und erstreckt sich über drei Räume im Albertinum, in denen das Werk des Künstlers bereits dauerhaft zu sehen ist. Es öffnet am 5. Februar und läuft bis zum 1. Mai.

Richter hat die zu zeigenden Werke aus seiner Privatsammlung und Stiftung sowie aus internationalen Museen ausgewählt. Es sei eine „sehr persönliche Ausstellung“ mit Porträts der Frau und der Kinder des Künstlers geplant, sagt Dietmar Elger, Leiter des Gerhard-Richter-Archivs, das im Museum untergebracht ist.

Zu den Höhepunkten gehört sein Selbstporträt von 1996, eine Leihgabe des Museum of Modern Art in New York. Eine weitere ausgestellte Arbeit sei das intime Gemälde „S. mit Kind“ von 1995, sagt Elger. Ob der Künstler bei der Eröffnung anwesend sein wird, ist noch nicht klar. „Wir hoffen sehr, dass er kommt“, sagt Elger. „Aber das wird kurzfristig entschieden, je nachdem, wie gut es ihm geht.“

Richter hörte 2017 mit dem Malen auf, als es körperlich zu anstrengend wurde und wandte sich in den letzten Jahren stattdessen dem Zeichnen zu. Einige der neuen Zeichnungen sind derzeit im Düsseldorfer Museum K21 zu sehen. Die Ausstellung dort, die noch bis zum 24. April läuft, umfasst den Birkenau-Zyklus des Künstlers, das Ergebnis einer jahrzehntelangen Suche nach einer künstlerischen Antwort auf den Holocaust. Die vier Gemälde, die 2014 entstanden, wurden von dokumentarischen Fotografien von Gefangenen inspiriert, die 1944 heimlich von einem jüdischen Gefangenen im Vernichtungslager Auschwitz II-Birkenau aufgenommen wurden. Fotografische Versionen sind im Reichstag in Berlin zu sehen, und die Gemälde gehören zu den rund 100 Werken, die Richter im vergangenen Jahr dem von Herzog & de Meuron geplanten Museum des 20. Jahrhunderts in der deutschen Hauptstadt geschenkt hat.

Eine weitere Ausstellung zu Richters 90. Geburtstag eröffnet am 10. Februar in der Neuen Nationalgalerie, die im vergangenen Jahr nach umfassender Renovierung wiedereröffnet wurde. Sie wird als erste große Retrospektive der Künstlerbücher bezeichnet und von der Kunstbibliothek organisiert.

Richter produzierte 1966 in Zusammenarbeit mit Sigmar Polke sein erstes Künstlerbuch und veröffentlichte regelmäßig Bände seines Werks, die Einblicke in seinen Schaffensprozess und seine inneren Welten geben. Der eine befasst sich mit Birkenau, andere haben sich mit Themen wie Eis und Wald beschäftigt. Aus seinem Buch Muster stammt der Entwurf für seine Glasfenster im saarländischen Kloster Tholey, die einem Perserteppich ähneln. Die von Michael Lailach kuratierte Ausstellung wird untersuchen, wie Richter die Bücher verwendet hat, um sein Bild als Künstler, seinen Gebrauch von Fotografie und die Rolle des Zufalls bei seinen Experimenten zu definieren. Sie läuft bis zum 29. Mai.

 

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